Nach dem Zweiten Weltkrieg schnellte die Katholikenzahl in den mitteldeutschen Diasporagemeinden in die Höhe. Waren seit 1943 vor allem evakuierte Rheinländer in die Region gekommen, so folgten nach 1945 Heimatvertriebene aus dem Osten, unter ihnen viele katholische Christen. Die Zahl der
Seelsorgestellen im Erzbischöflichen Kommissariat Magdeburg stieg von 140 im Jahr auf 230 im Jahr 1950 an. Die eingesessenen Christen bemühten sich auf unterschiedliche Weise, den Vertriebenen das Einleben in der neuen Heimat zu erleichtern. In Langeneichstädt wurde die Seelsorge in den Jahren nach 1945 zunächst von der Pfarrvikarie Mücheln durchgeführt. Anfang der 50er Jahre widmete sich mit großem Eifer der
Pfarrvikar von Neumark, Franz Hübner mit dieser Aufgabe. Im Sommer 1953 wurde die Bitte um intensive seelsorgerliche Betreuung in Magdeburg vorgetragen. Zu dieser Zeit waren in Langeneichtädt mehr als 400 katholische Gläubige, die politische Gemeinde zählte 2.495 Bürger. In den zehn Dörfern waren es etwa 1.200 bis 1.400 Katholiken (Getaufte). Laut Diakon Kensý sind es heute noch 50-60 eingetragene Christen, gerechnet aus dem zuständigen
Einwohnermeldeamt. Dieses verwaltet die Daten, ob aktuell oder nicht. Quelle: Unterlagen der kath. Gemeinde |